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Spielregeln fürs Leben

Die Schicksalsgesetze Rüdiger Dahlke

die Schicksalsgesetze: Polarität – Resonanz – Bewusstsein

Jedes Spiel hat seine Regeln. Man kann sie im Vorhinein lernen und wird dann von Anfang an erfolgreich mitspielen können. Man kann sie aber auch erst während des Spielverlaufs allmählich durch Versuch und Irrtum lernen. Das wird dauern und mit schmerzlichen Erfahrungen des Misserfolgs verbunden sein. Schließlich ist es auch möglich, die Regeln des Spiels zeitlebens gar nicht zu verstehen.
Das wird zu einer Randexistenz führen, oft verbunden mit Klagen und Jammern und einem gewissen Neid im Hinblick auf diejenigen, die die Regeln kennen und erfolgreicher mitspielen. Wer die Regeln nicht kennt, wird die anderen eher stören und ganz natürlich an den Rand gedrängt werden. In der Evolution sind denjenigen, die sich nicht an die herrschenden Regeln anpassen konnten, im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke geblieben. Das gilt für jedes Spiel, auch für Lila, das Spiel des Lebens, wie die Inder es ganz direkt bezeichnen.
    Persönlich hab ich in meinem Leben leider die erste Variante versäumt. Meine Eltern konnten mir die Regeln des Lebens nicht beibringen, weil sie sie gar nicht kannten. Insofern ging ich ziemlich blind ins Rennen und lernte langsam und durch Versuch und viele Irrtümer. Zwar lernte ich - wie die meisten - die Verkehrsregeln für die Führerscheinprüfung, aber schon die des partnerschaftlichen Verkehrs brachte mir niemand bei. Alles was ich diesbezüglich gelernt hatte, stellte sich sogar als falsch heraus. Es war keineswegs so, dass sich die Jungen die Mädchen aussuchten in der Hoffnung, die Frau fürs Leben zu finden. Erstens suchten wir noch gar keine Frau fürs Leben, zweitens wurden wir eher ausgesucht.
Als ich das dritte mal am selben Punkt einer Partnerschaft scheiterte, hatte ich die übliche Wahl, ab jetzt auf Mädchen beziehungsweise Frauen zu projizieren, nach dem verbreiteten Motto „Mädchen sind soundso…“ oder an die eigene Nase zu fassen.
    Zum Glück konnte ich mich durchringen zu der schmerzlichen Erkenntnis, dass das Scheitern ganz wesentlich an mir lag. Ähnliche Erfahrungen bestimmten meine Schul- und die ersten Studienjahre. Irgendwann aber kam der Punkt, wo ich – angeregt durch einen sich bandwurmartig durch mein Leben ziehenden Psychoanalyse-Versuch - merkte, dass es eine Gemeinsamkeit in all meinem Scheitern, meinen Irrtümern und Missverständnissen gab. Ich entdeckte - obendrein angeregt durch das Lesen alter Schriften und ein Interesse für die alte Medizin eines Paracelsus - die Polarität. In der beginnenden Zusammenarbeit mit Thorwald Dethlefsen erwies sich diese Erkenntnis zunehmend als entscheidend für alles weitere.
Rückwirkend betrachtet begann damals, sich für mich alles grundsätzlich zu ändern, Partnerschaften, aber auch das Studium und das Verständnis der Medizin. Durch das Spiel mit den Gegensätzen verstand ich plötzlich nicht nur die große Welt, sondern auch mich selbst und meine kleine Welt ungleich besser, was mich auch in der äußeren Welt viel erfolgreicher machte.
    Hatte ich mich bisher immer gewundert, warum ausgerechnet sich christlich nennende Politiker immer wieder alle Tierschutzbestrebungen verhinderten, wurde es mir schlagartig klar. Als engagiertem Tierfreund hatte ich das bis dahin nicht verstehen können und wollen. Aber jetzt dämmerte es mir, als mir klar wurde, dass es natürlich auch Christen waren, die Inquisition und Kreuzzüge zu verantworten hatten. Sie waren ihrem Schatten aufgesessen wie später die Nazis In Bezug auf die Juden. Nach dem Verständnis der Polarität wurde mir nicht nur das Schattenkonzept C.G. Jungs schlagartig klar und verständlich, auch die mich faszinierenden Schriften von Siegmund Freud bekamen neuen Sinn. Wenn ich an all den Stellen, wo Freud von Sexualität sprach, was mir manchmal wirklich zu weit hergeholt erschien, das Wort Polarität einsetzte, bekamen seine Erkenntnisse plötzlich einen viel umfassenderen und tieferen Sinn.
    So eröffnete das Verständnis der Polarität mir Tür auf Tür, und es dauerte nicht mehr lange, bis mir klar wurde, dass es sich um das umfassendste Gesetz unserer Wirklichkeit handelte. Aus dieser Erkenntnis gewann meine Psychotherapie eine ganz andere Tiefe und ich konnte mich aus der Analyse lösen und reif für die Reinkarnations-Therapie machen.
    Die nachgeordneten Gesetze, wie das der Resonanz vor allem, traten hinzu und so kam erstmals Ordnung in meine Welt und in mein Leben. Ich konnte verstehen, warum mir widerfuhr, was mir widerfuhr und es deswegen auch akzeptieren und in einem dritten Schritt dann ändern. Jetzt konnte ich wirklich erstmals einen Schritt weiter gehen und ganz bewusst entsprechende Resonanzen entwickeln, die mich mit Menschen und Situationen zusammenbrachten, die mir wichtig waren. Ich hörte allmählich auf, ein Spielball meiner eigenen zurückliegenden Geschichte zu werden, sondern konnte immer mehr anfangen, aktiv zu spielen und meine eigenen Muster zu durchschauen. Genau das wurde auch der Ansatz meiner Beratungen, Therapien und Ausbildungen.
    20 Jahre brachte ich genau die Schritte, die sich mir durch die Entdeckung der Gesetze eröffnet hatten, anderen Menschen bei. Das „Archetypische Medizin I“ Seminar lehrte eine Woche lang im Wesentlichen die Gesetze der Polarität und Resonanz, das Gesetz des Anfangs und das des Teils im Ganzen, das Pars-pro-toto-Gesetz. Es schaffte Bewusstsein für Felder, Symbole und Rituale. So ergab sich eine stabile Basis, auf der sich für viele engagierte Menschen über zwei Jahrzehnte ein neues Lebens- und Arbeitsverständnis aufbaute. Rückwirkend und nach Abschluss dieser Arbeit bin ich froh über diesen Weg, der viel Energie in den Anfang und die Grundlagen steckte und damit spätere Entwicklung in erstaunlichem Ausmaß ermöglichte.
    Nach 20 Jahren scheint mir die Zeit reif, diesen intensiven Lehrgang über 8 sich und auf mindestens drei Jahre verteilende Wochen zu beenden und die Basis noch einmal – hoffentlich! - enorm zu verbreitern. Das Ergebnis ist das Buch „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Polarität – Resonanz – Bewusstsein“, das den gesamten Stoff dieses Grundseminars mit allen Folien und Bildern enthält, und in den dazu gehörigen drei CDs über Polarität, Resonanz und Felder die notwendige praktische Ergänzung findet. Diesbezüglich möchte ich dem Verlag und dort besonders dem Wegbegleiter über mehr als drei Jahrzehnte, Gerhard Riemann, danken, dass er es mir ermöglichte, entgegen den sonstigen Gewohnheiten bei Goldmann, ein Buch zu machen, in dem ich alle farbigen Bilder und aufwendigen Übungen unterbringen konnte, das die Länge hat, die ich für notwendig hielt, und trotzdem unter 20 Euro kostet, so dass es allen erschwinglich sein dürfte.
Ende der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten Gerhard Riemann und ich uns in den frühen Dethelfsen-Seminaren kennengelernt. Und schon einmal, Mitte der Achtziger Jahre hatte er mir ein ungewöhnliches Buch „Mandalas der Welt“ ermöglicht, das so ziemlich alle renommierten Verlage mit dem Argument abgelehnt hatten „Malbuch für Erwachsene geht nicht!“ Es wurde bald zur Basis der Mandala-Mal-Welle. Mir war es eine besondere Freude in den kommenden Jahren mitzuerleben, wie Verlage, die das Original abgelehnt hatten, es später kopieren ließen.
    Nun ist es meine noch größere Hoffnung, dass dieses Buch über die Gesetze und damit die Grundlagen unserer Welt einen ähnlichen Weg nimmt und der Welle der Gesetzes- und Regelbücher neue Kraft verleiht, vor allem weil es im Gegensatz zu „The Secret“ und den Büchern über Resonanz auch das noch wichtigere Gesetz der Polarität einbringt und betont und damit die Hierarchie der Lebensregeln wieder in (die angestammte) Ordnung bringt.
    Mein Leben hat sich mit diesem Schritt der Erkenntnis entscheidend zum Besseren gewendet, und das wünsche ich auch all meinen hoffentlich zahlreichen LeserINNEn. Und sagen sie es doch bitte auch ihren männlichen Partnern weiter. Denn auch das ermöglicht dieses Buch zu erkennen, dass wir - jenseits von Konkurrenz - mit Synergien so viel besser fahren - auf unserem eigenen Lebensschiff, aber auch auf dem gemeinsamen Raumschiff „Erde“. Auch dafür ist die Zeit reif, zu erkennen, dass das Prinzip der Liebe und Kooperation letztlich mächtiger ist als die Darwinsche Vorstellung vom Gesetz der Dominanz des Stärksten.
Und hier liegt unsere eigentliche Chance und so endet das Buch „Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“ nicht zufällig mit dem Thema Liebe, das sich aus dem Verständnis des Resonanzgesetzes entwickelt, durch die Polarität seine Tiefe findet und über moderne Biochemie immer zugänglicher und besser beeinflussbar wird. Das theoretische Verständnis der Gesetze ermöglicht so beglückende Lebenspraxis. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.
    Natürlich wäre es noch besser, schon kleine Kinder im Bewusstsein der wesentlichen Gesetze aufwachsen zu lassen. Das vorige Buch „Krankheit als Sprache der Kinderseele“ gibt nicht zufällig Anstöße in diese Richtung. Für die allermeisten Leser dieses Artikels ist dieser Zug aber abgefahren. Ihnen bleibt die Chance, auf meinen Spuren - später, aber eben nicht zu spät - Verständnis für die tieferen Zusammenhänge dieser Welt und der eigenen inneren Welt zu erlangen und dem eigenen Leben eine neue verlässlichere Basis zu geben, auf der es große Freude macht und irgendwann zu Liebe wird.  
(9134)
Literatur von Ruediger Dahlke zum Thema:
„Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Polarität – Resonanz – Bewusstsein“, (Goldmann)
3 CDs „Das Gesetz der Polarität“, „Das Gesetz der Entsprechung“, „Bewusstseins-Felder“
(Goldmann-Arkana-Audio)

„Krankheit als Sprache der Kinderseele“ (Bertelsmann)
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